Das aktuelle Album von Michael Pobisch

“My Love To You” erinnert vom Stil an Eric Clapton, jedoch nicht kopiert, sondern genial inspiriert. Die wunderschöne Ballade “It’s Been A Long Way” bringt abwechslungsreiche, ruhigere Klänge in das Gesamtkonzept des Albums und eignet sich hervorragend als Einstimmung auf eines der absoluten Highlights von “Sunset” – eine grenzgeniale, wenn nicht die beste Version aller Zeiten – des alten Traditional “House Of The Rising Sun”.

“A Better Day” fasziniert durch eine Orgeleinleitung, die wunderbar in eine von E-Gitarre dominerten Blues Ballade übergeht. “When She Sings” ist zweifelsohne der klassischste Blues des Albums – FANTASTISCHE Gitarrenarbeit von M.P.. “Shadows Of The Night” bringt einen weiteren, wichtigen Aspekt, der auf keinem guten Blues Album fehlen darf – der Einsatz des Bottlesnecks! “You’d Better Get Up” ist ein Funky Blues, der hält, was der Titel verspricht. Wer bei dieser Nummer sitzen bleibt und nicht zu tanzen beginnt, dem kann nicht mehr geholfen werden. “Little Wing” ist eine weitere geniale Eigenkomposition von Pobisch, die trotz der Namensgleichheit nichts mit dem altbekannten Titel von Jimi Hendrix zu tun hat. Mit “Johnny B. Goode” wagt Pobisch die 2. Coverversion auf seinem Album und auch diese kann sich hören lassen – weil sie keine fade, uninspirierte Kopie des Originals ist, sondern eine gewagte, akustische Neuinterpretation unter Verwendung der Blues Harp. “Roki Brandy” braucht keine Beschreibung, es ist einfach gut. “The Final Curtain” ist die wohl dramatischte Nummer von “Sunset” – die zum Nachdenken anregt. Mit “Oh Lord” sind wir schließlich beim perfekten Closing Songs des Albums angekommen, nochmals Blues vom Feinsten vom Meister persönlich serviert. Hier gehts zum Album